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Bier, Wein und Ehrenscheibe für fleißige Helfer
Sie habe in ihrem ganzen Leben noch nie so eine schöne Einladung, praktisch mit Brief und Siegel erhalten, betonte Erste Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder am Sonntagnachmittag bei der Einweihung des neuen Pistolenstandes der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft Marktheidenfeld. Die Bürgermeisterin bedankte sich dabei besonders bei den freiwilligen Helfern, die durch ihren Arbeitseinsatz die Kosten für die neue Anlage die immerhin rund 80 000 Euro betragen, erheblich senken konnten. In das Lob für den Mut, in der heutigen Zeit für die künftigen Generationen eine neue Sportanlage zu erstellen, stimmten auch Bezirksschützenmeister Siegfried Schmitt (Lohr) und Gauschützenmeister Thomas Müssig (Dorfprozelten) ein. Schmitt versprach, den fleißigen Helfern ein Fässchen Bier zu schicken, Thomas Müssig überreichte eine Ehrenscheibe mit dem von Hand gestickten Emblem des Schützengaus Mittelmain. Gerhard Gesell vom Patenverein KKS Marktheidenfeld gratulierte mit einem großen Korb voller Bocksbeutel. Sie trugen anstelle der üblichen Aufkleber das neu geschaffene Logo des KKS. Zuvor hatte Schützenmeister Dieter Spiegel in seiner Festansprache nochmals die Gründe für den Neubau erläutert (wir berichteten darüber in unser Ausgabe am Freitag letzter Woche) und betont, dass diese neue Sportanlage für die nachfolgenden Generationen bestimmt sei. Die rund 20 Jugendlichen der Schützengesellschaft sollten in den künftigen Jahrzehnten auch eine Startbasis für Erweiterungen haben. Deshalb habe man auch vorgesehen, dass über dem neuen Stand einmal auch neue Luftgewehrstände errichtet werden können. Auf den Cent genau rechnete Spiegel auch vor, was der neue Pistolenstand gekostet hat: Im alten Stand betrugen die Abstände zwischen den einzelnen Schützen nur 88,5 Zentimeter. Dies wurde behördlich nicht mehr zugelassen. Die neue Schießanlage weist einen Abstand von 100 Zentimetern auf. Spiegel dazu: Wenn man Mathematiker wäre und das inzwischen Errichtete umrechnen würde, dann hat uns jeder Zentimeter genau 6956,50 Euro gekostet. Ein stolzer Preis! Aber für die Zukunft unserer Schützenjugend und für das Weiterleben unserer Schützengesellschaft ist uns kein Preis zu hoch. Richtig feierlich wurde es, als Father Nikolas in Vertretung von Dekan und Stadtpfarrer Hermann Becker dem Neubau den kirchlichen Segen erteilte. Mit dem gemeinsamen Gebet des Herrn endete die Einweihung, der sich noch eine Ehrung anschloss: Urkunden gab es für diejenigen, die sich besonders in über 700 freiwilligen Arbeissstunden für den Neubau einsetzten, wobei Erster Schützenmeister Dieter Spiegel und seine Frau Hiltrud vom Zweiten Schützenmeister Georg Jankowski auch noch einen Gutschein sowie ein Blumengebinde erhielten. Geehrt wurden: Dieter Spiegel, Georg Jankowski, Jochen Spiegel, Tobias Kallenbach, Andreas Kleineberg, Wilfried König, Fritz Leppig, Wolfgang Müller, Karl Weißenberger und Sandro Vicedomini.
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